Akute suprachoroidale Blutung bei rein kornealer Phakoemulsifikation unter topischer und intracameraler Anästhesie
Ausgabe März 2003
Exzerpt aus
Basti S, Hu DJ, Goren MB, Tanna AP.
Acute suprachoroidal hemorrhage during clear corneal phacoemulsification using topical and intracameral anesthesia,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:588-591.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Akute suprachoroidale Blutung bei rein kornealer Phakoemulsifikation unter topischer und intracameraler Anästhesie
Bei einem 80jährigen Patienten mit Kernkatarakt wurden nach unkomplizierter Kernextraktion durch eine temporale rein korneale Inzision unter topischer und intracameraler Anästhesie eine Abflachung der Vorderkammer und eine Verhärtung des Auges beobachtet. Der Rotreflex war unverändert, und die Vorderkammertiefe konnte mit BSS oder Viskoelastika nicht wiederhergestellt werden. Mit indirekter Ophthalmoskopie wurde eine choroidale Blutung diagnostiziert, worauf die Wunde umgehend genäht und Mannitol intravenös verabreicht wurde. Der IOD konnte gesenkt werden, die Vorderkammer vertiefte sich langsam, und es kam weder zu einer Progression der Blutung noch zu einem Vorfall intraokularer Strukturen. Entfernung der Rinde und IOL-Implantation wurden zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt. Bei Abflachung der Vorderkammer und Verhärtung des Auges insbesondere zum Zeitpunkt nach der Kernextraktion besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit einer choroidalen Blutung. Die Autoren unterstreichen die Wichtigkeit einer raschen Diagnosestellung und Intervention.

