Einfluß des Optikdurchmessers einer einteiligen Acryl-Intraokularlinse auf die hintere Kapseltrübung
Ausgabe Februar 2003
Exzerpt aus
Effect of the optic size of a single-piece acrylic intraocular lens on posterior capsule opacification,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:348-353.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Einfluß des Optikdurchmessers einer einteiligen Acryl-Intraokularlinse auf die hintere Kapseltrübung
Bei 5 Kaninchen wurden je eine AcrySof® IOL mit 5,5mm Optik in ein Auge und eine speziell hergestellte AcrySof IOL mit 7,0mm Optik in das kontralaterale Auge implantiert, um den Einfluß des Optikdurchmessers einer Intraokularlinse mit scharfer Optikkante auf die hintere Kapseltrübung zu untersuchen. 3 Wochen postoperativ wurden histopathologische Untersuchungen durchgeführt. Die Rückansicht zeigte bei 4 der 5 Kaninchen eine geringere hintere Trübung bei der 5,5mm Optik, und die histopathologischen Schnitte konnten zeigen, dass bei 3 Augen mit 5,5mm Optik eine Adhäsion der vorderen und hinteren Kapsel zwischen Haptik und Optik sowie eine starke "Verklebung", ein sogenanntes "Capsular Bend", zwischen der Kapsel und dem hinteren Optikrand bestand, ohne die es zu starker Nachstarbildung kam. Eine entscheidende Voraussetzung für eine stabile "Verklebung" der hinteren Kapsel mit der scharfen Optikkante ist die Adhäsion zwischen vorderer und hinterer Kapsel. Sowohl eine große Optik als auch dicke Haptiken können diese "Verklebung" verhindern, so dass keine Barriere gegen die Migration von Linsenepithelzellen gebildet wird.

