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Topisches 0,5%iges Ketorolac-Trometamol versus 0,1%iges Diclofenac-Natrium zur Miosishemmung in der Kataraktchirurgie

Ausgabe März 2002

Exzerpt aus

Srinivasan R, Madhavaranga.
Topical ketorolac tromethamine 0.5% versus diclofenac sodium 0.1%
to inhibit miosis during cataract surgery,
J Cataract Refract Surg 2002; 28:517-520

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Topisches 0,5%iges Ketorolac-Trometamol versus 0,1%iges Diclofenac-Natrium zur Miosishemmung in der Kataraktchirurgie 


Am Tertiary Care Teaching Hospital in Südindien wurde eine prospektive, randomisierte Studie zur Wirksamkeit der topischen Verabreichung von 0,5%igem Ketorolac-Trometamol und 0,1%igem Diclofenac-Natrium zur Hemmung intraoperativ induzierter Miosis in drei präoperativen Intervallen an 51 Patienten durchgeführt. Ausschlußkriterien waren Diabetes mellitus, Pseudoexfoliation und lokale Pupillenabnormitäten. Mydriatika bestehen aus Homatropin 1% plus Phenylephrin 10% wurden bei allen Patienten 5 Mal 1 Stunde vor dem Peribulbärblock getropft. horizontale Pupillendurchmesser konnten zu Operationsbeginn, nach der Kapsulotomie, nach IOL-Implantation und am Ende der Operation erreicht werden.

Der Bildung von Prostaglandinen als Reaktion auf intraoperative Traumatisierung, die bei jeder Kataraktoperation freigesetzt werden, wodurch die Blut-Kammerwasserschranke durchbrochen wird und es als Folge zur Jiose und einem Anstieg des IOD kommen kan, wird durch die Gabe nicht steroider, entzündungshemmender Medikamente entgegengewirkt.

Die Studie ergab einen mittleren horizontalen Pupillendurchmesser von 7,40mm zu Beginn der Operation bei beiden Gruppen. Im weiteren Verlauf der Operation zeigte sich bei der Ketorolac-Gruppe eine einheitliche Tendenz zu größeren Pupillendurchmessern.

Es konnte gezeigt werden, dass die topische Verabreichung von Ketorolac eine effektivere Miosishemmung bewirkt als die Gabe von Diclofenac während ECCE und IOL-Implantation. Auch konnte Ketorolac während der gesamten Dauer der Operation eine stabilere Mydriasis erzeugen. Nach Aussage der Autoren bietet sich die Gabe von Ketorolac präoperativ zur Miosishemmung und postoperativ zur Entzündungshemmung an. 

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