Sklerafixation von Hinterkammerlinsen bei Kindern
Ausgabe März 2002
Exzerpt aus
Rao SK, Padmanabhan P.
Scleral PC IOL Fixation in Children,
J Cataract Refract Surg 2002; 28:389-391
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Sklerafixation von Hinterkammerlinsen bei Kindern
Bei kleinen Kindern stellt einseitige Aphakie nach traumatischer Ruptur der Linse und des Kapselsacks ein schwieriges Problem dar, da Kontaktlinsen oft nicht vertragen werden und das Tragen einer monokularen aphaken Brille unter Abdeckung des kontralateralen Auges keine ausreichende Therapie gegen die Entstehung einer Amblyopie darstellt. Aufgrund des Wachstums von Kinderaugen sind Vorderkammerlinsen nicht empfehlenswert, wogegen eine Sklerafixation von IOLs bereits gute Ergebnisse brachte.
Die Autoren beschreiben eine Variante des erstmals von Lewis veröffentlichten 4-Punkte-Fixation. Anstelle des Skleralappens werden Sklerarillen bei 3 und 9 Uhr zur Fixation der Prolennaht verwendet, die nach Abheilung der Sklera unterhalb der Konjunktiva nicht mehr sichtbar ist. Die Autoren weisen darauf hin, dass bei Kindern möglichst kleine Nadeln verwendet werden sollten (28 Gauge in Verbindung mit der Prolennaht), da größere Durchmesser oft nicht toleriert werden. Weiterhin wird empfohlen, zur späteren Wundabdeckung einen Skleralappen anzulegen. Die Autoren unterstreichen, dass Komplikationen in der Kinderchirurgie oft Folge einer ungeeigneten Instrumentation sind.

