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Kataraktchirurgie bei Patienten nach allogener Knochenmarktransplantation mit Transplantat-gegen-Wirt-Krankheit (GVHD)

Ausgabe März 2002

Exzerpt aus

Penn EA, Soong HK.
Cataract surgery in allogeneic bone marrow transplant recipients
with graft-versus-host disease,
J Cataract Refract Surg 2002; 28:417-420

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Kataraktchirurgie bei Patienten nach allogener Knochenmarktransplantation mit Transplantat-gegen-Wirt-Krankheit (GVHD) 


Am W.K. Kellog Eye Center der University of Michigan wurde eine retrospektive Studie über 12 Kataraktoperationen an 7 erwachsenen Patienten mit GVHD nach allogener Knochenmarktransplantation unter Beachtung der mit dieser Konstellation häufig einhergehenden Probleme des äußeren Auges durchgeführt. Insbesondere wurden Visusverbesserungen, intraoperative Komplikationen und Probleme im Zusammenhang mit einhergehenden Symptomen des äußeren Auges untersucht. Phakoemulsifikation und IOL-Implantation wurden im Zeitraum von Juli 1996 bis Juni 2000 durch einen 2,7mm Hornhauttunnel oder 3,0mm Skleratunnel durchgeführt. Wenn auch bei den Studienteilnehmern keine verstärkten intraoperativen Blutungen auftraten, stellt eine kleinere Schnittlänge doch einen Sicherheitsfaktor angesichts der erhöhten Blutungsneigung von GVHD-Patienten dar.

Der mittlere Visus konnte signifikant verbessert werden von 20/46 (logMAR 0,32) präoperativ auf 20/21 (logMar 0,02) postoperativ (P < 0,005). Die mittlere postoperative Nachbeobachtungszeit betrug 23 Monate (zwischen 3 und 48 Monate). Alle Patienten litten unter trockenen Augen, 3 zusätzlich unter Vernarbung der Bindehaut und milder Verhornung.

Bei aggressiver Therapie von trockenen Augen und anderen Problemen des äußeren Auges prä- und postoperativ konnte bei Patienten mit GVHD nach Kataraktchirurgie ein exzellentes Ergebnis erzielt werden. Weder Hornhautulcera noch signifikante konjunktivale Entzündungen konnten beobachtet werden. Bei keinem der Patienten war eine YAG-Laser-Behandlung wegen Trübung der hinteren Kapsel erforderlich. 

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