Two-Incision Push-Pull Capsulorhexis in der pädiatrischen Kataraktchirurgie
Ausgabe April 2002
Exzerpt aus
Nischal KK.
Two-incision push-pull capsulorhexis for pediatric cataract surgery,
J Cataract Refract Surg 2002;28:593-595
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Two-Incision Push-Pull Capsulorhexis in der pädiatrischen Kataraktchirurgie
Aufgrund der hohen Elastizität der kindlichen Kapsel stellt die Kapsulorhexis in der pädiatrischen Kataraktchirurgie eine Herausforderung dar. Die hier vorgestellte Technik einer manuell durchgeführten Kapsulorhexis ermöglicht zuverlässige und reproduzierbare Ergebnisse hinsichtliche Größe und Lage beim Anlegen sowohl einer vorderen als auch einer hinteren Kapsulorhexis. Die vorgestellte Technik stellt eine Modifizierung einer bereits bekannten Technik dar.
Den Anfang der Kapseleröffnung bilden zwei Stab-Inzisionen in der vorderen Kapsel mit einem Abstand von 4,5 - 5,0mm. Dann wird mit einer feiner Kapsulorhexispinzette ein distales Ende der proximalen Stab-Inzision in Richtung des entsprechenden Endes der proximalen Stab-Inzision etwa bis zur Hälfte des Abstands zwischen den beiden Inzisionen gezogen. Hierauf liegt eine halbkreisförmige Öffnung vor. Bei der proximalen Inzision wird analog vorgegangen, um die CCC zu vervollständigen.
Der Autor empfiehlt diese Technik nur für Kapseln mit genügender Elastizität. Ein einfacher Test der Elastizität ist hierbei, zentral eine Stab-Inzision vorzunehmen und zu prüfen, ob ein leichter Zug in einem gebogenen oder geraden Riß resultiert.

