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Standard achromatische Perimetrie, automatisierte Perimetrie mit kurzen Wellenlängen und Frequenzdopplungstechnologie in der Glaukomdiagnose

Ausgabe März 2002

Exzerpt aus

Soliman MAE, de Jong LAMS, Ismaeil AA et al.
Standard Achromatic Perimetry, Short Wavelength Automated Perimetry,
and Frequency Doubling Technology for Detection of Glaucoma Damage,
Ophthalmology 2002; 109:444-454

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

 
Standard achromatische Perimetrie, automatisierte Perimetrie mit kurzen Wellenlängen und Frequenzdopplungstechnologie in der Glaukomdiagnose


In einer prospektiven Studie wurden die mittels automatisierter Perimetrie mit kurzen Wellenlängen (SWAP), Standard achromatischer Perimetrie (SAP) und Frequenzdopplungstechnologie (FDT) bei Patienten mit Glaukom, erhöhtem Druck und Verdacht von Glaukom gewonnenen Ergebnisse verglichen.

Zur Auswertung kamen vier Patientengruppen mit vergleichbarer Altersstruktur, davon 42 Fälle mit Glaukom im Anfangsstadium bis schwachem Glaukom, 34 Fälle mit erhöhtem Druck, 22 Fälle mit Glaukomverdacht sowie 25 normale Kontrollen. An allen Teilnehmern wurde eine volle klinische ophthalmologische Untersuchung durchgeführt, bevor die Perimetriewerte mittels SAP, SWAP und FDT in einem Zeitraum von nicht mehr als drei Monaten ermittelt wurden. Dabei kamen der Defekt im Mittel (MD), die Muster-Standardabweichung (PSD), das Gesichtsfeld (VF) und der Prozentsatz vertiefter Stellen im Gesichtsfeld mit P < 5% und < 1% in der Muster-Abweichungskurve zur Auswertung. Bei jeder der vier Gruppen wurden der MD, die PSD und der Prozentsatz abnormer Punkte mit signifikanter Depression < 5% und < 1%, die mit den drei Untersuchungsmethoden ermittelt wurden, miteinander verglichen.

In der Glaukom-Gruppe war der mittlere Prozentsatz der Gesamtanzahl abnormer Punkte bei SWAP wesentlich geringer als bei SAP und FDT sowohl bei 5% (P-Werte 0,0001 bzw. 0,0001) als auch bei 1% (P-Werte 0,0001 bzw. 0,0001). Analoge Beobachtungen konnten auch in der Gruppe mit okularer Hypersensibilität gemacht werden. In der Gruppe mit Glaukomverdacht konnten jedoch keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden. In der Kontrollgruppe wies SWAP signifikant weniger abnorme Punkte auf als SAP bei 5% (P-Wert 0,01) und 1% (P-Wert 0,05). Mit FDT konnten in der Gruppe mit okularer Hypersensibilität und in der Gruppe mit Glaukomverdacht signifikant größere Defekte diagnostiziert werden (Prozentsatz der Punkte < 5%) als mit SAP (P-Werte 0,01 bzw. 0,004).

Es stellte sich heraus, dass SWAP eine erheblich weniger effektive Meßmethode darstellt als SAP und FDT, um Gesichtsfelddefekte zu ermitteln, insbesondere bei Patienten mit Glaukom und erhöhtem Druck. Sowohl mit SAP als auch mit FDT konnten mehr Defekte diagnostiziert werden als mit SWAP. Das vergleichbar schlechtere Ergebnis von SWAP kann jedoch auch mit der Qualität der des bei dieser Studie eingesetzten Humphrey-Systems verwendeten normativen Datenbank (STATPAC) in Zusammenhang stehen, vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass besonders im oberen Bereich ein schlechteres SWAP-Ergebnis auffiel. Die mit FDT ermittelten Defekte waren vergleichbar mit den Ergebnissen durch SAP, wobei mit FDT insbesondere bei der Gruppe mit okularer Hypersensibilität und der Gruppe mit Glaukomverdacht in manchen Fällen sogar größere Defekte festgestellt werden konnten. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass FDT eine gute Methode für die frühe Glaukomdiagnose bei Risikopatienten darstellt. 

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