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Monoklonaler Antikörper zur Neutralisierung des menschlichen Wachstumsfaktors ß2 - ein neuer Modulator der Wundheilung in der Trabekulektomie

Ausgabe März 2002

Exzerpt aus

Siriwardena D, Khaw PT, King AJ et al.
Human Antitransforming Growth Factor b2 - A New Modulator of
Wound Healing in Trabeculectomy
A Randomized Placebo Controlled Clinical Study
Ophthalmology 2002; 109:427-431

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

 
Monoklonaler Antikörper zur Neutralisierung des menschlichen Wachstumsfaktors ß2 - ein neuer Modulator der Wundheilung in der Trabekulektomie

Ein randomisierte, Plazebo-kontrollierte klinische Studie


Mit Hilfe des menschlichen monoklonalen Antikörpers, der den Wachstumsfaktor TGFb2 (CAT-152) neutralisiert, konnte in in-vitro sowie in in-vivo Versuchen sicher und erfolgreich eine konjunktivale Narbenbildung verhindert werden. In dieser klinischen Prüfung der Phase I/IIa wurde die Sicherheit und Verträglichkeit von CAT-152 an Patienten ermittelt, an denen eine Trabekulektomie vorgenommen wurde.

Von den verschiedenen Wachstumsfaktoren, die in der Narbenbildung eine Rolle spielen, stellt TGFb einen der wichtigsten im Bereich des Auges dar. Dabei weist TGFb2 die höchste Konzentration im Kammerwasser auf, die bei klaukomatösen Augen noch weiter erhöht ist. Der Antikörper CAT-152 wirkt spezifisch auf die aktive Form menschlichen TGFb2 und ist daher effektiver als andere in der Vergangenheit verwendete monoklonale Antikörper.

24 Patienten mit einer geplanten primären Trabekulektomie wurden am Moorfields oder Western Eye Hospital in London nach dem Zufallsprinzip für eine Behandlung mit CAT-152 (100µg in 100µl) (n = 16) oder einem Plazebo (n = 8) ausgewählt. Allen Patienten wurden unmittelbar vor und nach der Operation sowie einen Tag und eine Woche postoperativ je 100µl subkonjunktival injiziert. Es wurden vollständige Augenuntersuchungen inkl. Humphrey 24-2 Gesichtsfeldmessung und Fundusaufnahmen prä- sowie 3 Monate postoperativ durchgeführt und alle Nebenwirkungen dokumentiert.

Der 12monatige Follow-up ergab keine statistisch signifikanten Unterschiede in den Komplikationsraten der beiden Gruppen. Auch konnten bei der Studienmedikation keine schweren Nebenwirkungen beobachtet werden. Nach Behandlung mit CAT-152 waren die Filterkissen diffus, nicht zystisch und wiesen Gefäße auf, im Gegensatz zu Filterkissen in Verbindung mit Antimetaboliten. 3 und 6 Monate postoperativ war der intraokulare Druck in der CAT-152-Gruppe geringer (P < 0,05) und näherte sich 12 Monate postoperativ einem statistisch signifikanten Wert.

Diese Studie stellt die erste klinische Prüfung für die Therapie von Patienten, an denen eine fistulierende Glaukomoperation durchgeführt wird, mit CAT-152 dar. Aufgrund der geringen Patientenzahl ist die Aussagekraft der Studie begrenzt. CAT-152 scheint jedoch gut vertragen zu werden, so dass weitere Studien angesetzt sind, die genauere Ergebnisse erbringen werden. 

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