Begleitende Glaukom-Behandlung mit ergänzenden und alternativen Therapien
Ausgabe März 2002
Exzerpt aus
Rhee DJ, Spaeth GL, Myers JS et al.
Prevalence of the use of Complementary and Alternative Medicine for Glaucoma,
Ophthalmology 2002; 109:438-443
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Begleitende Glaukom-Behandlung mit ergänzenden und alternativen Therapien
Thema der Querschnitts-Studie von Rhee et al. war die Verwendung ergänzender und alternativer Medikationen (CAM) bei einem bestehenden Glaukom. Die Studie ergab, dass von 1000 befragten Glaukom-Patienten 5,4% (54 von 1000 Teilnehmern) ihr Glaukom mit einer CAM-Therapie, und 32 dieser 54 (60%) mit mehr als einer CAM-Therapie behandelten. Alternative, nicht tradionelle Methoden waren u.a. Megavitamintherapie, Therapie mit pflanzlichen Wirkstoffen, Übungen, Ernährungsumstellung, Meditation, Akkupunktur, Selbstheilung und homöopatische Heilmittel.
Patienten, die CAM einsetzen, gehören eher zur Gruppe mit höherer Bildung und befinden sich seltener im Ruhestand. Von den Patienten, die eine nicht traditionelle Therapie anwendeten, befanden 52% diese als hilfreich. Die Autoren führen an, dass es bei einem Glaukom durch das Fehlen eines merklichen Abklingens der Symptome schwierig sein kann zu ermitteln, ob Zusatzbehandlungen wirksam sind. Als Folge dessen kann das Fehlen von Feedback einen Mangel des notwendigen Anreizes zur Durchführung einer alternativen Therapie darstellen, was vielleicht eine Erklärung für den geringen Prozentsatz von CAM innerhalb der Studiengruppe darstellt. Wenn diese Studie auch die Verwendung einer Vielzahl von CAM-Therapien bei Glaukom ergab, so verwenden doch die meisten Glaukompatienten, die sich bei einem Ophthalmologen in Behandlung befinden, keinerlei nicht traditionelle Therapien.

