Häufigkeit asymmetrischer Schwankungen des intraokularen Drucks bei Patienten mit und ohne Glaukom
Ausgabe Juli 2002
Exzerpt aus
Realini T, Barber L, Burton D.
Frequency of Asymmetric Intraocular Pressure Fluctuations among Patients with and without Glaucoma,
Ophthalmology 2002; 109:1367-1371.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Häufigkeit asymmetrischer Schwankungen des intraokularen Drucks bei Patienten mit und ohne Glaukom
In einer beobachtenden Fallserie mit 38 Glaukompatienten und 42 normalen Kontrollen wurden Häufigkeit und Größe asymmetrischer Schwankungen des intraokularen Drucks untersucht. Zu diesem Zweck wurden die Patientenbögen retrospektiv analysiert, und es wurden an beiden Patientengruppen mindestens 5 bilaterale Druckmessung über einen Zeitraum von mindestens 1 Jahr vorgenommen, wobei die Medikation der Glaukompatienten unverändert blieb. Aufgezeichnet wurden IOD-Schwankungen von mindestens 3mmHg mit mindestens 15% Abweichung von der Baseline. Die Studie ergab, dass spontane asymmetrische Schwankungen des Augeninnendrucks der Partneraugen sowohl bei Gesunden als auch bei Glaukompatienten auftreten. Häufigkeit und Höhe der spontanen asymmetrischen IOD-Schwankungen zwischen 2 aufeinanderfolgenden Untersuchungen von Glaukompatienten waren dabei so ausgeprägt, dass sie bei einer monokulären medikamentösen Sudie zu einer Mißinterpretation der Ergebnisse zu führen könnten.

