Bestimmung einer Optikusneuropathie in Glaukomaugen mit normalen Standardgesichtsfeldern mittels einer Testserie mit automatisierter Kurzwellenperimetrie und Musterelektroretinographie
Ausgabe Juli 2002
Exzerpt aus
Bayer AU, Maag K-P, Erb C.
Detection of Optic Neuropathy in Glaucomatous Eyes with Normal Standard Visual Fields Using a Test Battery of Short-wavelength Automated Perimetry and Pattern Elektroretinography,
Ophthalmology 2002; 109:1350-1361.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Bestimmung einer Optikusneuropathie in Glaukomaugen mit normalen Standardgesichtsfeldern mittels einer Testserie mit automatisierter Kurzwellenperimetrie und Musterelektroretinographie
In einer prospektiven, vergleichenden, beobachtenden Fallserie wurden 36 Patienten mit primärem Offenwinkelglaukom mit Standardgesichtsfeldausfällen in einem Auge und normalem Gesichtsfeld im Partnerauge und 36 gesunden Kontrollen mittels automatisierter Kurzwellenperimetrie (SWAP), Frequenzdopplungsperimetrie (FDT), Musterelektroretinographie (PERG) und konventioneller automatisierter Perimetrie (SAP) untersucht. Die Patienten wiesen ein definitives primäres Offenwinkelglaukom auf, zeigten jedoch bei der Untersuchung mit konventioneller automatisierter Perimetrie normale Werte. Der Vergleich ergab, dass eine glaukomatöse Optikusneuropathie in Augen mit primärem Offenwinkelglaukom mit normalen Standardgesichtsfeldern mittels der SWAP-Standardabweichung und der PERG P1N2- (P < 0,0001)-Amplitude identifiziert werden konnten, wobei die Standardabweichungen von FDT, SWAP und SAP signifikant korrelierten. Das von einer glaukomatösen Optikusneuropathie stärker betroffene Auge bei Patienten mit asymmetrischem primären Offenwinkelglaukom konnte mit allen Untersuchungsmethoden ermittelt werden.

