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Zusammenhänge zwischen Sehbehinderung und Gesichtsfeld bei Glaukompatienten

Ausgabe Februar 2003

Exzerpt aus

Sumi I, Shirato S, Matsumoto S, Araie M.
The Relationship between Visual Disability and Visual Field in Patients with Glaucoma, Ophthalmology 2003; 110:332-339.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Zusammenhänge zwischen Sehbehinderung und Gesichtsfeld bei Glaukompatienten


In einer prospektiven, nicht vergleichenden Analyse von 147 japanischen Glaukompatienten wurden die Zusammenhänge zwischen Sehbehinderung und verbleibendem Gesichtsfeld untersucht. Als Grundlagen der Auswertung dienten ein Fragebogen und Gesichtsfelduntersuchungen mit Programm 30-2 des Humphrey Field Analyzers sowie der ermittelte Visus. Es bestand ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Sehbehinderung und den gemessenen Werten. Als wichtigste Parameter für eine qualitative Beeinträchtigung des Sehens erwiesen sich eine herabgesetzte Netzhautsensibilität des unteren Hemifelds innerhalb 5 Grad der Fixation sowie ein reduzierter zentraler Visus im besseren Auge, gefolgt von einem reduzierten Visus im schlechteren Auge der Patienten. Bei primären Offenwinkelglaukomen bleiben Teile des unteren zentralen Gesichtsfelds oft lange erhalten, so dass Patienten häufig erst spät einen Arzt konsultieren. Die Autoren halten eine aggressivere Therapie bei japanischen Myopie-Patienten mit primärem Offenwinkelglaukom in einem frühen Stadium der Krankheit für entscheidend.

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