Die Temba Glaukomstudie: Eine Querschnittsstudie der urbanen Bevölkerung in Südafrika
Ausgabe Februar 2003
Exzerpt aus
Rotchford AP, Kirwan JF, Muller MA, et al.
Temba Glaucoma Study: A Population-based Cross-sectional Survey in Urban South Africa, Ophthalmology 2003; 110:376-382.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Die Temba Glaukomstudie: Eine Querschnittsstudie der urbanen Bevölkerung in Südafrika
In einer randomisierten Querschnittsstudie wurden Vorkommen und Charakteristika von Glaukomen bei 839 Schwarzen ³ 40 Jahre untersucht. Die Diagnosestellung erfolgte mittels automatisierter Gesichtfeldprüfung und eingehender Spaltlampenuntersuchungen. Unter Berücksichtigung von Alter und Geschlecht konnte bei 5,3% der Studienteilnehmer ein Glaukom diagnostiziert werden. Die häufigste Form war hierbei ein Offenwinkelglaukom bei 2,9% der Studienteilnehmer. 58% der Glaukomfälle waren auf mindestens einem Auge blind. Mit zunehmendem Alter war eine steigende Anzahl von Glaukomfällen zu beobachten. Im Vergleich mit der weißen Bevölkerung war bei dieser Studienpopulation eine höhere Glaukomrate gegeben, wobei die meisten Fälle bis zu diesem Zeitpunkt nicht diagnostiziert (87% bei primärem Offenwinkelglaukom) und unbehandelt (90% der Fälle) waren. Ein Glaukom stellt bei dieser Bevölkerungsgruppe die häufigste Ursache für eine Erblindung dar, und die Autoren empfehlen Schulungen für Gesundheitsbeauftragte für eine verbesserte künftige Glaukomvorsorge.

