Erblindung von Patienten mit behandeltem Offenwinkelglaukom
Ausgabe April 2003
Exzerpt aus
Chen PP.
Blindness in Patients with Treated Open-Angle Glaucoma,
Ophthalmology 2003; 110:726-733.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Erblindung von Patienten mit behandeltem Offenwinkelglaukom
In einer retrospektiven beobachtenden Fallserie mit 186 Patienten wurden Fälle einer Erblindung von Patienten mit behandeltem Offenwinkelglaukom sowie Risikofaktoren für eine Erblindung untersucht. Bei den untersuchten Patienten wurde ein Offenwinkelglaukom 1975 oder später diagnostiziert, und die Behandlungsdauer betrug mindestens 2 Jahre. Die mittlere Krankheitsdauer lag bei 10,2 ± 4,9 Jahren. Die Kaplan-Meier-Analyse ergab ein unilaterales Erblindungsrisiko von 14,6% sowie ein bilaterales Erblindungsrisiko von 6,4% nach 15 Jahren. In 39% der Fälle mit unilateraler Erblindung war bereits zum Zeitpunkt der Diagnosestellung ein Auge blind. Insgesamt wurden bei weißen Patienten weniger Erblindungen diagnostiziert. Als signifikante Risikofaktoren für eine Erblindung erwiesen sich erhebliche Gesichtsfeldverluste zum Zeitpunkt der Diagnosestellung sowie Abweichungen vom Therapieschema.

