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Idiopathisches Limbus-Stammzellen-Defizit

Ausgabe November 2002

Exzerpt aus

Espana EM, Grueterich M, Romano AC, et al.
   Idiopathic Limbal Stem Cell Deficiency,
   Ophthalmology 2002; 109:2004-2010.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Idiopathisches Limbus-Stammzellen-Defizit


In einer retrospektiven Fallserie wurden klinische Befunde und Prognosen von 7 Patienten mit idiopathischem Limbus-Stammzellen-Defizit analysiert. Bei 6 der 7 Patienten (86%) handelte es sich um Frauen, woraus die Autoren auf eine weibliche Dominanz schließen. Eine starke Lichtempfindlichkeit war bei allen Patienten gegeben, ein schlechter Visus nur bei 3. Oberflächliche Vaskularisierung war hauptsächlich superior gegeben, aber auch inferior und nasal. Im Limbus war eine Abnahme der Vogt´schen Palisaden zu beobachten, in der peripheren Hornhaut Irregularität und Haze des Epithels mit konjunktivalen Goblet-Zellen. Bei allen Patienten war ein bilaterales Limbus-Stammzellen-Defizit gegeben. Der Visus verschlechterte sich nach Kataraktoperation beidseitig bei einem Patienten, bei 2 weiteren Patienten ebenfalls beidseitig ohne Operation. Bei 3 Patienten stagnierte die Konjunktivalisierung, bei 4 war ein Fortschreiten zu beobachten. Die Autoren raten von unnötigen Augenoperationen bei Patienten mit idiopathischem Limbus-Stammzellen-Defizit ab, da diese den klinischen Verlauf negativ beeinflussen können.

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