Tektonische lamelläre Keratoplastik zur Behandlung einer schweren Sklera-Einschmelzung nach Pterygium-Operation
Ausgabe Juni 2003
Abstract aus
Ti S-E, Tan DT.
Tectonic Corneal Lamellar Grafting for Severe Scleral Melting after Pterygium Surgery,
Ophthalmology 2003; 110:1126-1136.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Tektonische lamelläre Keratoplastik zur Behandlung einer schweren Sklera-Einschmelzung nach Pterygium-Operation
In einer retrospektiven, nicht vergleichenden, interventionellen Fallstudie mit 20 Fällen schwerer Skleranekrose nach einer Pterygium-Oparation wurden die Technik der tektonischen lamellären Keratoplastik beschrieben und die Indikationen sowie der Behandlungserfolg untersucht. Nach Debridement des devitalisierten oder infiziertes Skleragewebes wurde ein lamelläres Hornhauttransplantat oder ein Hornhauttransplantat in voller Dicke in der Größe des Hornhautdefekts oder mit zusätzlichen 0,25mm im Durchmesser aufgenäht und anschließend mit einem gestiehlten oder freien Skleralappen bedeckt. In Verbindung mit aggressiver lokaler sowie systemischer antibiotischer Therapie konnten mit dieser Methode gute therapeutische und tektonische Ergebnisse erzielt werden, und die Vorteile der Verwendung kornealen anstelle skleralen Spendergewebes überwogen.

