Langzeitergebnisse nach Limbus corneae-Transplantation mit und ohne penetrierende Keratoplastie in der Behandlung eines vollständigen Limbusstammzellendefizits
Ausgabe Juni 2002
Exzerpt aus
Solomon A, Ellies P, Anderson DF, et al.
Long-term Outcome of Keratolimbal Allograft with or without Penetrating Keratoplasty for Total Limbal Stem Cell Deficiency, Ophthalmology 2002; 109:1159-1166.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Langzeitergebnisse nach Limbus corneae-Transplantation mit und ohne penetrierende Keratoplastie in der Behandlung eines vollständigen Limbusstammzellendefizits
In einer retrospektiven, nicht vergleichenden, interventionellen Fallserie mit 39 Augen von 31 Patienten mit chemischen Verätzungen, Stevens-Johnson Syndrom oder anderweitigen Ursachen für ein vollständiges Limbusstammzellendefizit und einem präoperativen best korrigierten Visus schlechter als 20/200 wurden nach einem Follow-up von mindestens 12 Monaten die Ergebnisse nach Limbus corneae- und Amnionmembran-Transplantation mit und ohne penetrierende Keratoplastie analysiert. Für die Dauer von 2 Jahren konnte mit und ohne penetrierende Keratoplastie ein ambulatorisches Sehen erzielt werden. Im Laufe der Zeit konnten jedoch eine zunehmende Visusverschlechterung und Schädigung des Spendergewebes beobachtet werden. Die kombinierte Limbus corneae-Transplantation und penetrierende Keratoplastie kann zu schlechteren Ergebnissen führen. Eine entscheidende Voraussetzung für den Erfolg beider Verfahren ist die Immunsuppression der Augenoberfläche.

