Amnionmembran-Transplantation zur Bindehautfornix-Rekonstruktion
Ausgabe Januar 2003
Exzerpt aus
Solomon A, Espana EM, Tseng SCG.
Amniotic Membrane Transplantation for Reconstruction of the Conjunctival Fornices,
Ophthalmology 2003; 110:93-100.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Amnionmembran-Transplantation zur Bindehautfornix-Rekonstruktion
Anhand einer nicht vergleichenden, interventionellen Fallserie mit 17 Augen von 15 Patienten werden die klinischen Ergebnisse nach Amnionmembran-Transplantation zur Fornix-Rekonstruktion beschrieben. Bei allen Patienten war ein Symblepharon gegeben. Die Schädigungen der Augenoberfläche resultierten von narbigem okulären Pemphigoid (4 Augen), Symblepharon nach Pterygium-Exzision (2 Augen), chemischen oder mechanischen Traumata (4 Augen), Strabismus-Operationen (2 Augen), Stevens-Johnson-Syndrom (2 Augen), toxischer Epidermis-Nekrolyse (1 Auge) sowie chronischer allergischer Konjunktivitis (2 Augen). Eine vollständige Fornix-Rekonstruktion konnte bei 12 Augen (70,6%) erzielt werden, eine teilweise bei 2 Augen, wogegen bei 3 Augen ein Rezidiv zu beobachten war. Bei den letzteren 5 Augen waren jedoch eine Autoimmunerkrankung oder ein rezidivierendes Pterygium gegeben. Die Amnionmembran-Transplantation erwies sich insgesamt als wirksam, die Autoren sind jedoch der Meinung, dass die Ergebnisse durch Modifikationen einschließlich einer epithelialen Zellkomponente noch verbessert werden könnten.

