Transplantation einer Amnionmembran und autologe Konjunktiva-Limbus-Transplantation bei vollständiger Limbusstammzellinsuffizienz
Ausgabe August 2003
Exzerpt aus
Meallet MA, Espana EM, Grueterich M, et al.
Amniotic Membrane Transplantation with Conjunctival Limbal Autograft for Total Limbal Stem Cell Deficiency,
Ophthalmology 2003; 110:1585-1592.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Transplantation einer Amnionmembran und autologe Konjunktiva-Limbus-Transplantation bei vollständiger Limbusstammzellinsuffizienz
In einer retrospektiven, nicht vergleichenden, interventionellen Fallstudie wurden bei 5 Augen von 5 Patienten mit vollständiger Limbusstammzellinsuffizienz die Ergebnisse nach Rekonstruktion der Hornhautoberfläche durch autologe Konjunktiva-Limbus-Transplantation in Kombination mit Transplantation einer Amnionmembran in das Spender- sowie das Empfängerauge ausgewertet. Während des mittleren Follow-up von 22 Monaten besserten sich die Symptome sowie die Hornhauttransparenz in allen Empfängeraugen, und der Visusgewinn betrug im Mittel 9 Zeilen. Nach Meinung der Autoren erklären sich die hohe Erfolgsrate der Empfängeraugen und die verringerte Komplikationsrate der Spenderaugen durch die zusätzliche Amnionmembrantransplantation, die auch eine zeitgleiche Korrektur narbiger Veränderungen gestattet.

