Infektiöse Keratitis nach LASIK
Ausgabe März 2003
Exzerpt aus
Karp CL, Tuli SS, Yoo SH, et al.
Infectious Keratitis after LASIK,
Ophthalmology 2003; 110:503-510.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Infektiöse Keratitis nach LASIK
Anhand einer retrospektiven, nicht vergleichenden, interventionellen Fallserie mit 15 Augen von 13 LASIK-Patienten werden klinischer Verlauf, Management und Ergebnis von Fällen infektiöser Keratitis beschrieben. Die Keratitis konnte je nach Art des Erregers 1 bis 450 Tage postoperativ beobachtet werden. Tendentiell führten Bakterien zu einem rascheren und Mykobakterien sowie Pilze zu einem späteren Auftreten der Symptome. Bei atypischen Organismen wie Mykobakterien, Pilzen und Acanthamöben verzögerte sich die Diagnosestellung, was in einem längeren Krankheitsverlauf resultierte. Die Infektion im Interface kann sowohl die Kultur der Erreger als auch die Behandlung erschweren, da topische Antibiotika häufig nicht zum Infektionsort gelangen, so dass Anhebung des Flaps, Spülung und Behandlung des Stomabetts mit Antibiotika, Entfernen des Flaps oder chirurgische Interventionen erforderlich sein können. Die Autoren unterstreichen die Wichtigkeit der Prävention sowie einer schnellen und aggressiven Therapie im Falle einer Infektion.

