Diffuse lamelläre Keratitis: Analyse von Äthiologie, histopathologischen Befunden und klinischen Implikationen im Tiermodell
Ausgabe März 2003
Exzerpt aus
Holzer MP, Solomon KD, Vroman DT, et al.
Diffuse lamellar keratitis: Evaluation of etiology, histopathologic findings, and clinical implications in an experimental animal model,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:542-549.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Diffuse lamelläre Keratitis: Analyse von Äthiologie, histopathologischen Befunden und klinischen Implikationen im Tiermodell
In dieser Studie wurde in Kaninchenaugen eine diffuse lamelläre Keratitis induziert, um die Wirkung potentieller verursachenden Substanzen zu untersuchen. Zu diesem Zweck wurde nach Anlegen eines Flap das Interface jeweils mit einer der folgenden Substanzen in Kontakt gebracht: Pseudomonas aeruginosa Endotoxin, eines von zwei Staphylococcus aureus Exotoxinen, Meibom-Drüsen-Sekret, Povidon-Iod 10% sowie die Reinigungsmittel PalmoliveÒ Ultra und KlenzymeÒ. Spaltlampenuntersuchungen wurden 1, 3, 5 und 7 Tage postoperativ durchgeführt, und am 7. Tage wurden die Tiere getötet und die Augen enukleiert. Zur Auswertung kamen 54 Augen einschließlich 8 Kontrollaugen. Bei allen Augen kam es nach Kontakt mit einer der Substanzen zu entzündlichen Reaktionen, wogegen in der Kontrollgruppe keine Entzündung des Interface beobachtet wurde. Die höchsten Raten einer diffusen lamellären Keratitis fanden sich bei den Reinigungsmitteln mit je 100% und Pseudomonas aeruginosa Endotoxin mit 90%. Die Studie verdeutlicht, wie wichtig es ist, Instrumente und insbesondere Mikrokeratome gründlich zu spülen.

