Endophthalmitis nach Hornhautnaht: Fälle verzögerter Keratitis mit Notwendigkeit intravitrealer Therapie mit Antibiotika
Ausgabe Juli 2003
Exzerpt aus
Khurshid GS, Fahy GT.
Endophthalmitis secondary to corneal sutures: Series of delayed-onset keratitis requiring intravitreal antibiotics,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:1370-1372.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
5 Fälle von Endophthalmitis nach Hornhautnähten wurden retrospektiv analysiert. In allen Fällen entstand aufgrund der Nähte eine bakterielle Keratitis, aus der sich trotz intensiver topischer Therapie mit einem Breitband-Antibiotikum eine Endophthalmitis entwickelte. Erst durch Verabreichung von Antibiotika im Glaskörper konnte die Infektion kontrolliert werden. Ungeachtet ihrer Lage stellen Hornhautnähte einen Risikofaktor für eine infektiöse Keratitis dar, aus der sich trotz intensiver Therapie mit topischen Antibiotika in kurzer Zeit eine Endophthalmitis entwickeln kann. Die Autoren empfehlen die Entfernung aller Hornhautnähte vor Entlassung eines Patienten sowie die Verwendung dünneren Nahtmaterials. Beim Auftreten einer bakteriellen Keratitis sollte auf Anzeichen für ein Fortschreiten der Infektion geachtet werden.

