Rapid Direct Antibiotic Susceptibility Testing bei Endophthalmitis-Patienten
Ausgabe April 2002
Direct Rapid Antibiotic Susceptibility Testing bei Endophthalmitis-Patienten
von Herminia Min~o de Kaspar, PhD, Aljoscha S. Neubauer, MD, Alexander Molnar, MD, Angela S. Hoepfner, MD, Christopher N. Ta, MD, Thomas Grasbon, MD, Michael Engelbert, MD, Martin Thiel, MD, Volker Klauss, MD, Anselm Kampik, MD
Bei dem bestehenden Verdacht einer Endophthalmitis ist die mikrobielle Diagnose entscheidend für die geeignete Behandlung mit Antibiotika. In einer prospektiven nicht randomisierten vergleichenden Studie stellen Min~o de Kaspar et al. eine neue Untersuchungsmethode vor, mit der das mikrobielle Ergebnis wesentlich schneller vorliegt. Die bei Endophthalmitis-Patienten durch Direct Rapid Antibiotic Susceptiility Testing (RAST) gewonnenen Ergebnisse wurden mit denen durch konventionelles Antibiotic Susceptibility Testing (AST) erhaltenen verglichen.
Es konnte gezeigt weren, dass die durch RAST an klinischen Endophthalmitis-Proben ermittelten Ergebnisse zuverlässig waren, wobei die Übereinstimmung mit den durch konventionelles AST gefundenen Ergebnisse 88% betrug. Die RAST-Ergebnisse lagen innerhalb von 6 bis 10 Stunden vor, im Vergleich zu den bei konventionellen Methoden benötigten 24 bis 48 Stunden. Jedoch wies die RAST-Methode zwei Nachteile auf. Zum einen ist für diesen Test eine relativ große Bakterienzahl für die initiale Inokulation erforderlich. Zum anderen kann RAST in Fällen, in denen eine Endophthalmitis durch mehr als einen Erregerstamm verursacht wird, aufgrund der Limitationen die Disk-Diffusionsmethode nicht zur Anwendung kommen. Nach Meinung der Autoren sollten die RAST-Ergebnisse mit einer konventionellen AST-Bestimmung überprüft werden. Für die primäre Gabe von Antibiotika bilden die RAST-Ergebnisse jedoch eine zuverlässige Grundlage.

