Die Mehrstärken-Brille
Die Multifokalbrille
Eine einzige Brille für alle Entfernungen, geht das? Welche Möglichkeiten gibt es?
Die klassische Zweistärkenbrille:
oberer Teil Fernsicht, unterer Teil Nahsicht.
Nachteil: mittlerer Entfernungsbereich unscharf
Die Multifokalbrille:
Kontinuierlicher Übergang von oberem Teil des Brillenglases für die Sicht in die Weite bis hin zum unteren Teil des Brillenglases zum scharfen Sehen in der Nähe.
Nachteil: Manchmal recht lange Eingewöhnungszeit, bei Unverträglichkeit hat man viel Geld verloren.
Neuerdings sind einige Firmen sehr kulant: Bei Unverträglichkeit der teuren Gläser: kostenlose Rücknahme und Ersatz durch eine normale Lese- oder Zweistaerken- (Bifokal-) brille.

Blick auf eine Mehrstärken- /Multifokalbrille, mit sog. Progressivgläsern.
Die Stärke der Brechkraft-Maßeinheit ist die Dioptrie- ist eingezeichnet.
Blick durch ein herkömmliches Standard-Multifokalglas:
In der mittleren Schreibtischentfernung werden
die dort angeordneteten Gegenstände unscharf.
(Bilder: Fa. Essilor)

Blick durch ein Multifokalglas mit besser angepaßter Progressivzone -
das ist die Übergangszone: Auch Gegenstände in der mittleren
Schreibtischentfernung werden scharf abgebildet.
(Bilder: Fa. Essilor)
Eignen sich Multifokalbrillen auch zur Arbeit am Bildschirm?
Das hängt entscheidend von der Art der Tätigkeit ab. Obwohl moderne, hochwertige Multifokalglaeser weniger als früher in den Randbereichen verzeichnen, sind diese sicherlich bei z.B. CAD-Anwendungen nur bedingt verwendbar. Wer keinen Kompromiß in Bezug auf Schärfe und Tragekomfort eingehen will, läßt sich eine Zwei- oder Mehrstärkenbrille maßschneidern.
Wie soll ich das verstehen?
- Genaue Aufzeichnung über Arbeitsplatzbeschaffenheit enfertigen. Hierzu gehören genaue Entfernungsdaten wie:
Abstand Auge - Bildschirm
Abstand Augen - Tastatur
Abstand Auge - Vorlage (Script o.ä.) -
Mit diesen Daten suchen Sie Ihren Augenarzt auf, der in Zusammenarbeit mit einem geschulten Augenoptiker Ihr spezielles Problem erkennt und lösen wird.
