Abtragung chemisch geschädigten Hornhautgewebes mit dem Laser unter Fluoreszenzkontrolle
Ausgabe Oktober 2002
Exzerpt aus
Chuck RS, Arnoldussen ME, Behrens A, et al.
Fluorescence-guided laser removal of chemically damaged cornea,
J Cataract Refract Surg 2002; 28:1847-1852.
Abtragung chemisch geschädigten Hornhautgewebes mit dem Laser unter Fluoreszenzkontrolle
Ziel der in-vitro Studie war es, den Zusammenhang zwischen dem Fluoreszenzspektrum und der Abtragungstiefe bei der Behandlung chemisch geschädigter Hornhäute mit einem 193nm Argon-Fluorid-Excimer-Laser zu ermitteln. Zu diesem Zweck wurden 3 post-mortem Kaninchenhornhäute für 10 Sekunden in 1 N Hydrogenchlorid gelegt, deren Gewebe anschließend bis zur Perforation mit dem Excimerlaser abgetragen wurde. Dann wurden die Laser-induzierten Fluoreszenzwerte analysiert. Es konnte gezeigt werden, dass die Verschiebung der dominanten Peak-Wellenlänge der Excimer-Laser-induzierten Fluoreszenz Aufschluß über die Grenze zwischen durch die Säure schwer geschädigtem Gewebe und der darunterliegenden Gewebeschicht gibt. Die Autoren sind daher der Meinung, dass die Spektralüberwachung bei einer penetrierenden Keratoplastik chemisch geschädigter Hornhäute ein nützliches Hilfsmittel darstellen könnte.

